Grundrechte für Schüler und Lehrer

  • Jeder Schüler, jede Schülerin hat das Recht auf einen guten Unterricht und die Pflicht, diesen störungsfrei zu ermöglichen. 
  • Jeder Lehrer, jede Lehrerin hat das Recht auf einen störungsfreien Unterricht und die Pflicht, diesen gut zu gestalten. 
  • Rechte und Pflichten von Lehrern und Schülern müssen von allen gewahrt, respektiert und erfüllt werden.

Innerhalb dieses Rahmens haben die Schülerinnen und Schüler Wahl- und Entscheidungsfreiheiten, vorausgesetzt, dass sie die Konsequenzen ihres Verhaltens antizipieren und ihr Handeln danach ausrichten. Bei Störungen im Unterricht werden sie von ihren Lehrerinnen und Lehrern aufgefordert, fünf Fragen zu beantworten:

Schlüsselfragen bei Störungen im Unterricht

  1. Was tust du gerade?
  2. Gegen welche Regel verstößt du?
  3. Was geschieht, wenn du gegen diese Regel verstößt?
  4. Wofür entscheidest du dich?
  5. Wenn du wieder störst, was passiert dann?

Der Sinn dieser Fragen besteht darin, dass die Schülerinnen und Schüler sich ihres Störverhaltens bewusst werden, die Regeln benennen, gegen die sie verstoßen haben und dann eine Entscheidung treffen. Sie können sich dafür entscheiden, im Klassenraum zu verbleiben oder aber gleich die Trainingszeit zu nutzen. Sie wissen, dass sie diese Entscheidungsfreiheit bei einer zweiten Störung nicht mehr haben, daher ist Frage 5 sehr wichtig, denn sie weist die Schüler darauf hin, dass ihnen bei einer zweiten Störung die Fragen nicht mehr gestellt werden, sondern dass sie dann gleich in die Trainingszeit gehen.